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Kulturprogramm

Kurs abgeschlossen 19A14903

Die Renaissance der Bildung: Altgriechisch in Franken zur Zeit des Humanismus

Beginn: Di., 15.01.2019, 19:00 Uhr
Dauer: 1 Termin Kurstage
Di., 15.01.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
(Altes Rathaus, Bürgersaal, Hauptstraße 137, Miltenberg)
Kursort: Altes Rathaus, Bürgersaal, Hauptstraße 137, Miltenberg
Karte von Google Maps
 

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Kosten: Eintritt frei
VA: vhs Miltenberg (09371/404-146)
Info:
Vortrag von Dr. Jochen Schultheiß

Betrachtet man die hohe Dichte an herausragenden Gelehrten und an Städten, die als Zentren künstlerischen Schaffens die Landkarte bestimmten, so darf Franken zweifelsohne als eine Kernregion des deutschen Humanismus angesehen werden. Der Rückbezug auf die Antike stellt das Hauptanliegen dieser Bildungsbewegung dar. Hierbei steht insbesondere die lateinische Tradition im Blickpunkt, wohingegen die Begeisterung für die antiken Griechen sich erst im sogenannten Zweiten Humanismus des 18. und 19. Jahrhunderts Bahn brechen wird. Dennoch sind es nicht wenige Humanisten, die sich auch der griechischen Sprache und Literatur zuwenden, sei es in der Lehre, in der wissenschaftlichen Beschäftigung oder auch in der eigenen literarischen Produktion. Unter den Bildungseinrichtungen ragt das nach Philipp Melanchthons pädagogischen Vorstellungen 1526 gegründete Nürnberger Egidiengymnasium heraus, das in seinen ersten Jahren zu einem Dreh- und Angelpunkt der Gelehrtenkultur in Deutschland wird und noch heute den Namen seiner berühmten Gründerfigur trägt.
Im Vortrag sollen zunächst Bildungsinstitutionen betrachtet werden, an denen zur damaligen Zeit Griechisch unterrichtet wird. Sodann rücken individuelle Akteure und deren Netzwerke in den Fokus. Hier ist an den Bamberger Universalgelehrten Joachim Camerarius, die zeitweilig in Schweinfurt lebende Italienerin Olympia Morata, den auch politisch einflussreichen Nürnberger Willibald Pirckheimer, den aus Karlstadt stammenden Geographen Johann Schöner oder an den seine Geburtsstadt Königsberg (Ufr.) im Namen tragenden Johannes Regiomontanus zu denken. Schließlich soll das eigene literarische Schaffen einzelner Humansten in griechischer Sprache beleuchtet werden.
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