Die vhs-Geschäftsstelle in Miltenberg
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Programm

Volkshochschule - Bildung, die nahe liegt und weiter bringt.
Dieses Motto prägt das breite Kultur- und Bildungsangebot der Volkshochschule Miltenberg und Umgebung seit über vierzig Jahren. Gefördert durch den Freistaat Bayern, Kreis und Stadt Miltenberg sowie seit 1992 durch die Gemeinden der Zweckvereinbarung zum Betrieb einer Volkshochschule im Altlandkreis Miltenberg gelingt es dem vhs-Team den Auftrag der Verfassung des Freistaates Bayern und des Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung von 1974 erfolgreich umzusetzen:

„Erwachsenenbildung ist ein eigenständiger, gleichberechtigter Hauptbereich des Bildungswesens. Sie verfolgt das Ziel, zur Selbstverantwortung und Selbstbestimmung des Menschen beizutragen. Sie gibt mit ihren Bildungsangeboten Gelegenheit, die in der Schule, in der Hochschule oder in der Berufsausbildung erworbene Bildung zu vertiefen, zu erneuern und zu erweitern. Sie ermöglicht den Erwerb von zusätzlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, fördert die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, führt zum Abbau von Vorurteilen, befähigt zu einem besseren Verständnis gesellschaftlicher und politischer Vorgänge als Voraussetzung eigenen verantwortungsbewussten Handelns und fördert die Entfaltung schöpferischer Fähigkeiten."

Kurs abgeschlossen 19A14903

Die Renaissance der Bildung: Altgriechisch in Franken zur Zeit des Humanismus

Beginn: Di., 15.01.2019, 19:00 Uhr
Dauer: 1 Termin Kurstage
Di., 15.01.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
(Altes Rathaus, Bürgersaal, Hauptstraße 137, Miltenberg)
Kursort: Altes Rathaus, Bürgersaal, Hauptstraße 137, Miltenberg
Karte von Google Maps
 

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Kosten: Eintritt frei
VA: vhs Miltenberg (09371/404-146)
Info:
Vortrag von Dr. Jochen Schultheiß

Betrachtet man die hohe Dichte an herausragenden Gelehrten und an Städten, die als Zentren künstlerischen Schaffens die Landkarte bestimmten, so darf Franken zweifelsohne als eine Kernregion des deutschen Humanismus angesehen werden. Der Rückbezug auf die Antike stellt das Hauptanliegen dieser Bildungsbewegung dar. Hierbei steht insbesondere die lateinische Tradition im Blickpunkt, wohingegen die Begeisterung für die antiken Griechen sich erst im sogenannten Zweiten Humanismus des 18. und 19. Jahrhunderts Bahn brechen wird. Dennoch sind es nicht wenige Humanisten, die sich auch der griechischen Sprache und Literatur zuwenden, sei es in der Lehre, in der wissenschaftlichen Beschäftigung oder auch in der eigenen literarischen Produktion. Unter den Bildungseinrichtungen ragt das nach Philipp Melanchthons pädagogischen Vorstellungen 1526 gegründete Nürnberger Egidiengymnasium heraus, das in seinen ersten Jahren zu einem Dreh- und Angelpunkt der Gelehrtenkultur in Deutschland wird und noch heute den Namen seiner berühmten Gründerfigur trägt.
Im Vortrag sollen zunächst Bildungsinstitutionen betrachtet werden, an denen zur damaligen Zeit Griechisch unterrichtet wird. Sodann rücken individuelle Akteure und deren Netzwerke in den Fokus. Hier ist an den Bamberger Universalgelehrten Joachim Camerarius, die zeitweilig in Schweinfurt lebende Italienerin Olympia Morata, den auch politisch einflussreichen Nürnberger Willibald Pirckheimer, den aus Karlstadt stammenden Geographen Johann Schöner oder an den seine Geburtsstadt Königsberg (Ufr.) im Namen tragenden Johannes Regiomontanus zu denken. Schließlich soll das eigene literarische Schaffen einzelner Humansten in griechischer Sprache beleuchtet werden.
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